Sonderbestände

Unsere historischen Sammlungen umfassen Handschriften, alte Drucke und Graphikblätter. Unser Auftrag ist es, dieses alte, seltene und kostbare Bibliotheksgut dauerhaft zu bewahren und zu erhalten. Daraus ergeben sich für die Benutzung besondere Bedingungen und teilweise Einschränkungen.

Kontaktaufnahme

Setzen Sie sich möglichst frühzeitig mit uns in Verbindung, wenn Sie

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bei einem Besuch mit einer Seminargruppe Sonderbestände einsehen möchten
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Recherche

Für die Suche in den historischen Beständen der Staatsbibliothek Bamberg stehen verschiedene Nachweisinstrumente zur Verfügung. Abhängig von der Bestandsgruppe und der Erwerbungszeit sind gedruckte Kataloge, Online-Kataloge, Datenbanken oder Kurzübersichten zu Rate zu ziehen. Die Tiefenerschließung unseres Altbestandes dauert an. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Recherche.

Handschriften

Der bis heute gültige Katalog der Handschriften, erarbeitet von den Bibliotheksdirektoren Friedrich Leitschuh und Hans Fischer, erschien zwischen 1887 und 1912. Fridolin Dressler ergänzte ihn 1966 durch die Erfassung von Neuzugängen.

Handschriften, die vor 1966 in Besitz der Staatsbibliothek Bamberg kamen, sind verzeichnet bei:

Leitschuh, Friedrich; Fischer, Hans; Dressler, Fridolin: Katalog der Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Bamberg. Bamberg u. a., 1887–1966.

Der Katalog ist, mit einer Volltextsuche ausgestattet, online zugänglich:

Bibelhandschriften
Liturgische Handschriften
Kirchenväter und ältere Theologen
Theologische Schriftsteller vom 14. Jahrhundert an
Kanonistische Handschriften
Klassikerhandschriften
Historische Handschriften
Philosophische, naturwissenschaftliche und medizinische Handschriften
Philologische, astronomisch-mathematische Handschriften, Varia mit Orientalia
Juristische Handschriften
Nachträge und Indizes
Die Handschriften der Helleriana
Bamberger Sammlung, Anhang: Manuscripte der Zweibrückner und Marschalk'schen Sammlung
Miscellen, Anhang: Rechnungen und Urkunden
Erwerbungen seit 1912

Eine gedruckte Ausgabe des Katalogs finden Sie unter der Signatur M 740 in unserem Lesesaal.

Handschriften (Zugänge seit 1966)

Handschriften, die seit 1966 erworben wurden, sind im Kurzverzeichnis der Bestandsgruppe Msc.Add. nachgewiesen. Dieses Verzeichnis listet außerdem die seit 1966 erworbenen Nachlässe, Stammbücher und Poesiealben auf.

Seit 1970 verwahrt die Staatsbibliothek Bamberg als Depositum 290 Handschriften der Bibliothek des Historischen Vereins. Sie sind verzeichnet in:

Dengler-Schreiber, Karin: Die Handschriften des Historischen Vereins Bamberg in der Staatsbibliothek Bamberg. Bamberg, 1985.

Der Katalog ist, ausgestattet mit einer Volltextsuche, online einsehbar. Eine gedruckte Ausgabe des Katalogs finden Sie in unserem Lesesaal unter der Signatur M 740-5, weitere Exemplare sind über den Bamberger Katalog ausleihbar.

Mittelalterliche Handschriften mit Buchmalerei

Die mittelalterlichen Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg, die mit Buchmalerei ausgeschmückt sind, werden sukzessive im Katalog der illuminierten Handschriften kunsthistorisch erschlossen. Die Beschreibungen der Handschriften des 8. bis 14. Jahrhunderts liegen bereits publiziert vor. Die Handschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts sind zurzeit im Rahmen eines DFG-Projekts in Bearbeitung.

Suckale-Redlefsen, Gude; Pfändtner, Karl-Georg; Westphal, Stefanie: Katalog der illuminierten Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg. Wiesbaden, 1995–

Band 1: Die Handschriften des 8. bis 11. Jahrhunderts (2004)
Band 2: Die Handschriften des 12. Jahrhunderts (1995)
Band 3: Die Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts (2015)
Band 4: Die Handschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts (in Bearbeitung)

Der erste und der zweite Band sind, ausgestattet mit einer Volltextsuche, online einsehbar. Die Handschriftendatenbank Manuscripta Mediaevalia ermöglicht den Zugriff auf die Katalogisate des dritten Bandes.

Alle Bände des Katalogs finden Sie in unserem Lesesaal unter der Signatur M 741, weitere Exemplare sind über den Bamberger Katalog ausleihbar.

Faksimiles

In der Staatsbibliothek Bamberg vorhandene Faksimileausgaben von Handschriften aus unserem eigenem Bestand und aus anderen Bibliotheken sind in eigenen Listen erfasst:

Sachverzeichnis der Bestandsgruppe Msc.sim.
Standortverzeichnis der Bestandsgruppe Msc.sim.

Für die folgenden mittelalterlichen Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg liegen bereits (Teil-)Faksimiles vor:

Die Bamberger Apokalypse. Luzern, 2000.
Scriptorum opus: Schreibermönche am Werk. 2. Aufl. Wiesbaden, 1999.
Das Lorscher Arzneibuch. Stuttgart, 1989.
Die Handschrift Bamberg Lit. 6. Münsterschwarzach, 1986.
Der Bilderschmuck zum Psalmenkommentar des Petrus Lombardus in Bamberg. Wiesbaden, 1986.
Der Bamberger Psalter. Wiesbaden, 1973.

Nachlässe

Die Nachlässe der Staatsbibliothek Bamberg sind zum Teil im gedruckten Handschriftenkatalog (Signaturgruppe Msc.Misc.), zum Teil im Kurzverzeichnis der Bestandsgruppe Msc.Add. erschlossen. Einige Nachlässe sind zusätzlich auch im Verbundkatalog Kalliope nachgewiesen. Eine Einsichtnahme ist unter Berücksichtigung rechtlicher Einschränkungen auf Anfrage grundsätzlich möglich.

Inkunabeln

Die in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten rund 3 500 Inkunabeln (Drucke des 15. Jahrhunderts) sind vollständig nur in einem internen Zettelkatalog erfasst. Allerdings ist ein Großteil des Bestandes bereits in Online-Datenbanken nachgewiesen:

GW: Gesamtkatalog der Wiegendrucke der Staatsbibliothek zu Berlin
ISTC: Incunabula Short Title Catalogue der British Library
INKA: Inkunabelkatalog der Universitätsbibliothek Tübingen (teilweise mit Beschreibungen der exemplarspezifischen Besonderheiten)

Im Rahmen eines DFG-Projekts werden zur Zeit etwa 530 Inkunabeln mit Buchmalerei katalogisiert.

Druckschriften vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert

Der Druckschriftenbestand ab Erscheinungsjahr 1501 ist zum Großteil im Bamberger Katalog erfasst. Vollständig sind hier die ab 1800 erschienen Dissertationen, alle laufenden Zeitungen und Zeitschriften sowie die ab 1925 erschienenen Monographien nachgewiesen.

Vor 1925 erschienene Literatur ist im Bamberger Katalog zu etwa 90 Prozent verzeichnet, vollständig jedoch bislang nur in internen Zettelkatalogen bzw. Repertorien erschlossen. Bitte wenden Sie sich ggf. an die Mitarbeiter an der Ausleihtheke.

Der allgemeine Altbestand der Staatsbibliothek Bamberg wurde bis 1930 nach Sachgebieten aufgestellt und in eine entsprechend strukturierte Signatursystematik gegliedert. Diese Altbestandssystematik, die sich auf dem Stand der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts befindet, ist auf der Internetseite der Universitätsbibliothek virtuell abgebildet. Da bisweilen auch noch nach 1930 Neuerwerbungen mit Altsignaturen versehen wurden (und bis heute versehen werden), führt eine Recherche in Einzelfällen zu Literatur mit Erscheinungsjahr deutlich jünger als 1930.

Graphik

Für den Sammlungsbereich Druckgraphik und Zeichnung, der Werke vom ausgehenden 15. bis zum 20. Jahrhundert beinhaltet, können bislang für eine umfängliche Recherche nur interne Verzeichnisse dienen. Unsere digitalen Angebote, die stetig ausgebaut werden, bieten jedoch einen Einblick in die Vielfalt der vertretenen Gattungen, Themen und Künstler.

Darüber hinaus wird ein ausgewähltes Konvolut, das u. a. Werke von Albrecht Dürer, Lukas Cranach d. Ä. / d. J. und Hans Holbein d. Ä. enthält, derzeit im Rahmen eines DFG-Projekts digitalisiert, wissenschaftlich erschlossen und – mit den bibliotheksüblichen Beständen vernetzt – allen Interessierten zur Verfügung gestellt.

Bei Fragen zum Bestand oder zum Projekt schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Originale einsehen

Wenn Sie Handschriften, Inkunabeln, alte Drucke oder Graphikblätter im Original einsehen möchten, bitten wir Sie, Ihren Besuch mindestens eine Woche im Voraus schriftlich per E-Mail bei uns anzumelden und dabei auch Zweck und Hintergrund Ihres Benutzungswunsches zu erläutern.

Eine Genehmigung zur Einsicht in Originale erteilt die Direktion nur für Arbeitsvorhaben mit einer wissenschaftlichen Zielsetzung, sofern eine Benutzung konservatorisch vertretbar ist. Bevor Sie mit der Arbeit im Lesesaal beginnen, findet ein Gespräch statt, bei dem wir Sie über die Benutzungsbedingungen informieren.

Hinweise für die Benutzung von Sonderbeständen bietet eine Übersicht.

Digitale Sammlungen

Über unsere digitalen Sammlungen können Sie Reproduktionen von zahlreichen Handschriften, alten Drucken und Graphikblätter einsehen. Die Digitalisate sind mit detaillierten Informationen und teilweise mit Transkriptionen erschlossen sowie mit weiterführenden Beschreibungen verlinkt. Ein Download als PDF- oder JPG-Datei ist in der Regel möglich.

Soweit nicht anders vermerkt, stehen die bereits verfügbaren Digitalisate unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA 4.0. Sie dürfen diese Inhalte vervielfältigen und weiterverbreiten, das Material für beliebige Zwecke verändern und darauf aufbauen, sofern Sie die Staatsbibliothek Bamberg als Quelle nennen, die Signatur des Dokuments angeben und im Falle der Weitergabe dieselbe Lizenz verwenden.

Reproduktionen

Reproduktionen von Sonderbeständen können Sie bei uns in Auftrag geben. Wir informieren Sie gerne über die technischen Möglichkeiten sowie über die anfallenden Kosten und Reprogebühren bei einer Veröffentlichung.

Forschungsliteratur

Unsere Forschungsdokumentation weist wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Literatur nach, die zu Handschriften, Inkunabeln, alten Drucken oder Druckgraphik der Staatsbibliothek Bamberg veröffentlicht wurde und uns bekannt wird. Dies reicht von der kurzen Nennung in einer Fußnote über den Aufsatz bis hin zur Monographie. Nicht berücksichtigt werden hingegen Publikationen, die Abbildungen Bamberger Handschriften lediglich mit schmückender Absicht verwenden, im Text also keinen Bezug auf diese Handschrift nehmen. Die Daten werden in einer Offline-Datenbank laufend gepflegt und in Abständen von rund zwölf Monaten in die Online-Version überspielt.

Informationen aus der Forschungsdokumentation stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung. Bitte informieren Sie uns über neue Publikationen zu unseren Beständen. Für Belegexemplare sind wir dankbar.

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