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Vom Jesuitenkolleg in die Neue Residenz

Lesesaal der Staatlichen Bibliothek um 1950 im ehemaligen Jesuitenkolleg, dem heutigen Hochschulgebäude An der Universität 2, genutzt von der Teilbibliothek Theologie und Philosophie.
Leihfristzettel der Staatlichen Bibliothek, Jesuitenstraße 2.
1962 wird dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Hans Ehard das neu erworbene E.-T.-A.-Hoffmann-Manuskript der Oper „Aurora“ präsentiert. Ganz rechts Bibliotheksleiter Dr. Fridolin Dreßler.
Treppenschnecke im ehemaligen Jesuitenkolleg.
Nutzung des Lesesaals als Ausstellungssaal 1959.
Ab 1962 ist dies aufgrund beengter Raumverhältnisse und daraus resultierender Vorbereitungen auf den Umzug in die Neue Residenz nicht mehr möglich.
Platzmangel herrscht auch im separierten Bereich der Ausleihe. Bis 1960 bilden Lesesaal, Ausleihe und Katalog sogar eine räumliche Einheit.
Umbaupläne vom Dezember 1961 für den geplanten Einzug in die Neue Residenz.
Der spätere Lesesaal der Staatsbibliothek in der Neuen Residenz noch als Ausstellungssaal der Bayerischen Staatsgemäldesammlung.
Abbruch der um 1800 eingezogenen Zwischenwände in der Neuen Residenz.
Im Dezember 1961 wird auf dem Domplatz ein Bauzaun errichtet.
Ortstermin des Historischen Vereins Bamberg bei Grabungen auf dem Domplatz 1963.
Großflächige Aushubarbeiten für die geplanten Öl- und Wassertanks.
Schachtarbeiten 1963.
Anlieferung der Öltanks.
Gerüstbau an der Ostfassade der Neuen Residenz, entlang der Residenzstraße.
Stahlträger für die notwendige Deckenverstärkung in den Obergeschossen der Neuen Residenz.
Ein neunzig Zentner schwerer Panzerschrank wird in den ersten Stock gehievt.
Ehemaliger Gartensaal, heutiger Lesesaal, als Materiallager.
Detailliertes Holzmodell für den Lesesaal im Maßstab 1:20 aus dem Herbst 1963.
Die Bestände aus der Jesuitenstraße werden für den Umzug in die Neue Residenz vorbereitet.
Ankunft der Transportkisten in der Neuen Residenz im Februar 1965.
Parksituation am Domplatz bei der Eröffnungsveranstaltung am 9. Juli 1965.
Der Bamberger Oberbürgermeister Dr. Theodor Mathieu gratuliert Bibliotheksleiter Dr. Fridolin Dreßler zum gelungenen Umzug und überreicht als Geschenk der Stadt Bamberg eine Mozart-Ausgabe.
Eröffnungsrede von Dr. Gustav Hofmann, Generaldirektor der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken, im Kaisersaal der Neuen Residenz und erste Besichtigung des neuen Lesesaals mit dem Bamberger Weihbischof Johannes Lenhardt.
Aufnahmen der neuen Bibliotheksräume aus einem privaten Fotoalbum.
Pressereaktionen auf den Umzug in die Neue Residenz.
Bibliotheksleiter Dr. Fridolin Dreßler an seinem neuen Arbeitsplatz ...
... und bei einer Führung des Bamberger Stadtrats durch die Schauräume.
Ehemals Kurfürstliche, dann Königliche und ab 1918 Staatliche Bibliothek. 1966 erfolgt schließlich die Umbenennung in Staatsbibliothek. Wahlspruch: „Die Wahrheit verehren, das Erworbene schützen, nichts fürchten!“

Bibliotheksalltag in neuer Umgebung

Ein Relikt aus vergangenen Zeiten – mit einem personell gut ausgestatteten hauseigenen Reinigungsdienst.
Dr. Wilhelm Schleicher wird am 1. Mai 1967 zum neuen Bibliotheksleiter der Staatsbibliothek ernannt (Bamberger Volksblatt, 29. April 1967).
Mitarbeitergedicht aus den Jahren wachsender Erwerbungsetats. „Kardex“ ist das verbreitetste Modell einer Flachsichtkartei, die für das Registrieren von Zeitschriftenheften verwendet wird. In der Staatsbibliothek ist diese Zugangsverwaltung bis 2008 gebräuchlich. „300“ spielt auf einen (geheimen) Haushaltstitel des Bundeskanzleramts an, der – zu einer höchst umstrittenen Förderung des Informationswesens eingesetzt – als „Reptilienfonds“ Berühmtheit erlangt und erst 1967 der parlamentarischen Kontrolle unterworfen wird.
Bamberger Domplatz Ende der 1960er Jahre mit Blick auf die Neue Residenz.
Aushang der Öffnungszeiten der Staatsbibliothek, gültig bis 1973.
Scagliolasaal 1974 mit alter Vitrinenausstattung und durch Tageslicht hell erleuchtet.
Am 1. September 1975 schließt die Staatsbibliothek ein Kooperationsabkommen mit der expandierenden Gesamthochschulbibliothek, der heutigen Universitätsbibliothek. Seitdem arbeiten die beiden Bibliotheken in der Literaturversorgung für Universität und Region eng zusammen. So auch seit 1980 beim täglichen Büchertransport im Rahmen des Ausleihverbunds.
Für die Neuerwerbungen ab dem Erscheinungsjahr 1976 wird im Rahmen des Katalogsierungsverbundes mit der Gesamthochschulbibliothek ein elektronischer Offline-Katalog geführt. Ein Mikrofiche-Vorläufer des heutigen „Bamberger Katalogs“ ist damit aus der Taufe gehoben. Die hier gezeigten bisherigen Zettelkataloge werden schrittweise nicht mehr weitergeführt.
Eingangshalle neben dem Lesesaal im Jahr 1976. Präsentiert wird die Ausstellung „Bayern und die USA“ anlässlich des 200. Jubiläums der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
Am 9. Dezember 1976 wird der Ausbau des ehemaligen Weinkellers zu einem Büchermagazin genehmigt. Im November 1977 werden die Fundamente gegossen, hier zu sehen ist die Betonanlieferung über die Ostseite der Neuen Residenz.
Betonarbeiten im Keller der Neuen Residenz.
Montage des Unterbaus der fahrbaren Regalanlage.
7.014 Regalmeter an zusätzlichen Stellflächen bietet das Kompaktmagazin. Platz für gut 200.000 Bücher. Der Umbau wird vorzeitig im Juli 1978 abgeschlossen ...
... und bei der Übergabe durch das Landbauamt am 20. Dezember 1978 gebührend gefeiert. Die bewilligte Bausumme von 1.050.000 DM wird um 160.000 DM unterschritten.
Schalttafel für das neue Kompaktmagazin und die Ausstellungsräume.
Restaurierungsarbeiten an der Fassade der Neuen Residenz im November 1977.
Die Staatsbibliothek übergibt zahlreiche Bücher und Zeitschriften leihweise an die Gesamthochschulbibliothek, die jetzige Universitätsbibliothek. Fast vierzig Jahre später kommen diese nun peu à peu an die angestammten Regalplätze zurück.
Die reguläre Leihfrist ist dann doch deutlich kürzer, hier ein Leihschein von 1978.
Noch unsortierte Buchschenkung des Bamberger Kunsthistorikers Johann Joseph Morper (1899–1980).
1980 erscheint die „Bibliographie zur Geschichte von Stadt und Hochstift Bamberg“ als Zusammenfassung früherer Literaturnachweise. Als Regionalbibliothek erschließt die Staatsbibliothek bis heute oberfränkisches Schrifttum, seit 1996 online in der Bayerischen Bibliographie: http://www.bayerische-bibliographie.de
Die Erstellung einer Regionalbibliographie ist bis dahin noch echte Handarbeit. Die in den Berichten des Historischen Vereins Bamberg enthaltenen Titelhinweise werden seit 1970 ausgeschnitten, aufgezogen und auf Schuppentafeln systematisch geordnet.
Mit Hilfe eines Drehständers ist so im Lesesaal eine stets aktualisierte Recherchemöglichkeit nach Regionalliteratur gegeben, die zudem für eine spätere Veröffentlichung als Reprokumulation geeignet ist.
1981 kann die Lichtbildstelle der Staatsbibliothek auf deutlich gestiegene Einnahmen verweisen.
Ausschlaggebend dafür: Neue Ektachrome der Bamberger Apokalypse. Die berühmteste aller Bamberger Handschriften wurde 2012 digitalisiert und ist seitdem online (kosten-)frei verfügbar: http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-sbb00000063-2
Wasserschaden im Vierzehnheiligen-Pavillon im Dezember 1982.
Kraneinsatz beim Austausch der Kaminaufsätze im September 1983.
Ein neuer Kaminaufsatz wird montiert.
In dieses Zimmer zieht 1984 der neue Bibliotheksleiter Dr. Bernhard Schemmel ein.
Der Generaldirektor der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken und Vorvorgänger Schemmels, Dr. Fridolin Dreßler, überreicht am 22. November 1984 die Ernennungsurkunde.
Leuchtendes Design hält Einzug in die Staatsbibliothek.

Moderne Zeiten

Lesesaal im Jahr 1984.
Rollenaustausch bei einem Lesesaal-Bücherwagen.
Im Oktober 1986 erwirbt die Staatsbibliothek den sogenannten Bamberger Siddur, gefunden auf dem Dachboden einer ehemaligen Synagoge in Dormitz (Landkreis Forchheim). Die hebräische Gebetshandschrift wird zwischen 1988 und 1991 im Institut für Buch- und Handschriftenrestaurierung der Bayerischen Staatsbibliothek München aufwendig restauriert.
Foto des Bamberger Domplatzes in den 1970er Jahren. 1986 wird für den gesamten Platz ein Parkverbot erlassen, nachdem Busse bereits seit 1980 davon betroffen sind.
Aushubarbeiten 1986 für den Wechsel von einer Öl- zu einer Gasheizung.
Seit 1987 erhält die Staatsbibliothek die oberfränkischen Pflichtexemplare. Jeder (Selbst-Verleger in Bayern ist gesetzlich verpflichtet, seine Publikation in zwei Exemplaren zu Dokumentations- und Archivierungszwecken kostenlos an die Bayerische Staatsbibliothek München abzuliefern.
Im Februar 1991 verbindet erstmals ein Fahrdienst zwischen Bamberg und Chemnitz die neuen Bundesländer mit der bayerischen Fernleihe. In der Staatsbibliothek entsteht ein Bücherknotenpunkt. Bis 1993 werden hier auch die Fernleihen der Universitätsbibliothek bearbeitet.
Lagerung der EDV-Ausstattung für den Einstieg in das bayernweite Datenverarbeitungssystem SOKRATES (System für Online-Katalog-Recherche, Ausleihe, Telekommunikation, Erwerbung und Katalogisierung von Schrifttum). Seit 1992 katalogisiert die Staatsbibliothek damit ihre Bestände online.
Etwas voreilig macht sich 1992 eine „Bibliotheksmaus“ über den immer noch benötigten Zettelkatalog her. Vor 1925 erschienene Literatur wird zwar bis heute laufend in den Online-Katalog nachgetragen, ein vollständiger Nachweis der Altbestände ist aber weiterhin nur über den Zettelkatalog möglich. Bei Recherchen dieser Art helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsbibliothek gerne weiter.
1992 wird mit dem Historischen Verein Bamberg ein neuer Vertrag über dessen in der Staatsbibliothek aufbewahrte Graphiken (verwahrt seit 1967) und Handschriften (verwahrt seit 1970) geschlossen. De Verwahrung der Vereinsbibliothek (Druckschriften) ist seit 1963 vertraglich vereinbart. Schon im Gründungsjahr 1830 werden dem Historischen Verein Räumlichkeiten in der Neuen Residenz überlassen.
Eingang zur Staatsbibliothek.
Garderobenschränke im Eingangsbereich, 1993 vor dem Umbau.
Lesesaal noch ohne Durchbruch zum jetzigen Aufsichtsraum.
Die Aufsicht und Buchausgabe befindet sich bis 1997 noch direkt im Lesesaal.
Umbau des Scagliolasaals zu einem modernen Ausstellungsraum im Oktober 1993.
1994 werden mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Bamberger Zeitungen ab 1754 mikroverfilmt. Ein bis heute täglich genutztes Zeitungsarchiv entsteht.
Stammbuch-Ausstellung „Edler Schatz holden Erinnerns“ im Scagliolasaal ...
... und im Sterngewölbe vom 20. Mai bis zum 4. November 1995.
1995 erhält die Staatsbibliothek den Nachlass des russischen Architekten, Malers und Wahl-Bambergers Alexej Borutscheff (1911–1994).
Bei Aufräumarbeiten im Bamberger Wohnhaus Borutscheffs werden zehn Jahre später Fragmente weiterer Werke gefunden.
Anlässlich einer großen Schreibkunst-Ausstellung von November 1995 bis Januar 1996 liefern Handschriftenminiaturen die Vorlage für eine Werbeinstallation vor der Eingangsfassade.
Taubenabwehrtechnik erscheint im Dezember 1996 notwendig.
Den von den Domtürmen auf den Vierzehnheiligen-Pavillon ausgewichenen Tauben wird mit der Installation von Elektrokabeln zu Leibe gerückt.
Seit dem 14. Mai 1997 ist die Staatsbibliothek mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Der Fränkische Tag berichtet ausführlich.
Anlässlich des Baubeginns der Neuen Residenz vor 300 Jahren begrüßt die Staatsbibliothek zusammen mit der Bayerischen Schlösserverwaltung am 21. September 1997 über 12.000 Gäste zu einem Tag der offenen Tür.
1998 verabschiedet sich der Bibliotheksfotograf Alfons Steber nach jahrzehntelanger, meisterhafter Tätigkeit in den Ruhestand.
Kernbohrungen in den massiven Sandsteinmauern der Eingangshalle. Netzwerkleitungen werden verlegt, um die Präsentation einer virtuellen Bibliothek oder die (nicht realisierte) Einrichtung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen.
Hinweis auf die Restaurierungsarbeiten des Staatlichen Hochbauamts an der Stuckdecke der Eingangshalle.
Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Schemmel 1998 in seinem Büro.
Am 14. Juni 1999 schließt sich die Staatsbibliothek der elektronischen Ausleihverbuchung der Universitätsbibliothek an. Erstmals möglich ist damit die Online-Buchbestellung von einem beliebigen (heimischen) Arbeitsplatz. Das bisherige Ausfüllen eines Leihscheins und die dafür nötige persönliche Anwesenheit in der Bibliothek entfallen.

Neue Räume und virtuelle Wege

Montage der neuen Vitrinen im Sterngewölbe im Oktober 2000.
Plakat zur Ausstellung „Das Buch mit 7 Siegeln“, veranstaltet anlässlich der Faksimilierung der Bamberger Apokalypse. Erstmals können alle Einzelblätter der Prachthandschrift präsentiert werden. Bis zum 31. Januar 2001 nutzen 20.000 Ausstellungsbesucher diese einmalige Gelegenheit.
Ebenfalls im Rahmen der Faksimilierung erstellt das Deutsche Historische Museum Berlin eine digitale Blätterversion der Bamberger Apokalypse auf CD-ROM. Hier eine dazu passende Abwandlung der Miniatur des Engels mit dem Mühlstein.
Am 28. Dezember 2000 erhält die Staatsbibliothek die umfangreiche Gelehrtenbibliothek des Historikers Prof. Dr. Otto Meyer (1906–2000). Der Bestand ist zusammen mit dem später hinzugekommenen Nachlass der Volkskundlerin Prof. Dr. Elisabeth Roth (1920–2010), Meyers Ehefrau, unter der Signaturgruppe „OM“ zu finden.
Betonarbeiten 2001 beim Umbau des ehemaligen Kohlenbunkers zu einem weiteren Magazinraum.
Die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Gehöfts am Domplatz brennt kurz vor Beginn der Bayerischen Landesaustellung „Kaiser Heinrich II.“ im Jahr 2002 zum großen Teil ab. Die Ruine bleibt aber während der Ausstellung als Mahnmal stehen, so dass mancher Besucher die besondere Lebensechtheit der „Inszenierung“ bewundert.
Ausstellung zur mittelalterlichen Buchherstellung im Rahmen der Bamberger Museumsnacht am 12. Oktober 2002 im Lesesaal.
Der entleihbare Skriptoriumskoffer wird 2002 als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Universität Bamberg und der Staatsbibliothek vorgestellt. Bis heute erfreut sich dieses Angebot u.a. bei Schulen großer Beliebtheit.
Ausstellung „Bamberg wird bayerisch“ zur Säkularisation 1803, der Geburtsstunde der jetzigen Staatsbibliothek und ihrer historischen Bestände, verbunden mit dem Abtransport weiterer Stücke (hier ein Ausschnitt aus der Graphik V C 315).
Archivtruhen der fürstbischöflichen Verwaltung kehren im Jubiläumsjahr 2003 in die Neue Residenz zurück. Im Hintergrund illustriert ein Plan aus dem Staatsarchiv Bamberg beispielhaft die ursprüngliche Aufstellung.
2003 wird ein Teil der ehemaligen Hausmeisterwohnung im zweiten Obergeschoss zu einem multifunktionalen Seminarraum umgebaut. Die bisherige Residenzpflicht des Hausmeisters wird damit endgültig aufgehoben.
Zwei Reichenauer Prachthandschriften der Staatsbibliothek, die Bamberger Apokalypse sowie der Kommentar zum Hohen Lied und zum Buch Daniel, werden 2003 in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen und mit einer Präsentation entsprechend gewürdigt. Die Ausstellung zum Jahresende 2004 findet innerhalb von vier Wochen knapp 4.000 begeisterte Besucher.
Präsentation einiger Reichenauer Handschriften als digitale Blätterbücher im Rahmen einer virtuellen Bibliothek in der Eingangshalle der Staatsbibliothek.
Glasgemälde des 16. und 17. Jahrhunderts sorgen seit Januar 2004 für eine weitere Attraktion in der Eingangshalle. Sie gehen auf den Graphiksammler und -forscher Joseph Heller zurück und wurden durch einen späteren Mäzen der Staatsbibliothek, Emil Freiherr Marschalk von Ostheim, 1888 in die Fenster des damaligen Bibliothekssaals im Jesuitenkolleg montiert.
Enorme Bestandszuwächse durch die Pflichtexemplarregelung seit 1987 sorgen für Platznot. Ein weiteres Kellerabteil wird ab 2005 mit fahrbaren Bücherregalen ausgestattet.
Bestandsschutz während der Baumaßnahmen.
Verbots- und Gebotshinweise im Wandel der Zeit.
Neue PC-Ausstattung für den Lesesaal im November 2005.
Heinrichs-Malwerkstatt in der Bamberger Karstadt-Filiale. In Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte finden im Juni 2005 eine Woche lange Schülerführungen zur mittelalterlichen Buchherstellung statt.
Auszug der letzten Bestände der Universitätsbibliothek aus dem Kompaktmagazin, die dort seit 1979 deponiert waren. Der dadurch freigewordene Stellplatz wird dringend für die Zuwächse der Staatsbibliothek benötigt.
2006 wird Prof. Dr. Werner Taegert neuer Bibliotheksdirektor der Staatsbibliothek.
Lange Nacht der Bibliotheken am 21. Oktober 2006 mit einer Faust-Aufführung durch Schauspieler des E.-T.-A.-Hoffmann-Theaters im Lesesaal.
Installation des Grazer Buchtisches im Juli 2007. Damit beginnt die Digitalisierung der Kaiser-Heinrich-Bibliothek, die 2012 abgeschlossen werden kann. Rund 50.000 Pergamentseiten können nun online betrachtet werden: http://www.kaiser-heinrich-bibliothek.de
Im Rahmen des Internationalen Museumstags am 20. Mai 2007 wird in der Staatsbibliothek eine Ausstellung zur mittelalterlichen Buchherstellung gezeigt.
Besuch des Bamberger Stadtrats im Januar 2008 mit Präsentation von Werken aus der E.-T.-A.-Hoffmann-Sammlung, darunter ein neuentdecktes Selbstporträt Hoffmanns in der Karikatur des Bamberger Bürgermilitärs.
Eingerüstete Fassade der Neuen Residenz im Jahr 2008. Die Dacheindeckung der Westseite wird erneuert.
Große Ausstellung zum Jahr der Mathematik 2008 mit umfangreichem Begleitprogramm. Im Rahmen des Projekts „Schüler führen Schüler“ wird die praktische Anwendung des Försterdreiecks zur Höhenmessung an einem Turm des Bamberger Doms ausprobiert.
2009 werden Szenen des Kurzfilms „Die Unbedingten“ in den Schauräumen der Staatsbibliothek gedreht.
Der Arbeitskreis für die Erfassung, Erschließung und Erhaltung Historischer Bucheinbände veranstaltet 2009 seine Jahrestagung in der Staatsbibliothek. Angeboten werden zahlreiche Vorträge, Werkstattführungen und Workshops.
Bestandssichernde Maßnahmen am Altbestand als dauerhafte Verantwortung. Hier eine Lieferung von Schutzkassetten für die konservatorisch bestmögliche Buchaufbewahrung.
Die professionelle Reinigung von Handschriften, Inkunabeln und alten Drucken mit anschließender Schadensdokumentation sowie Restaurierung wird noch Jahre in Anspruch nehmen.
2009 wird zur Behandlung von schimmelbefallenen Beständen ein Rein-Raum eingerichtet.
Die Staatsbibliothek erhält als Dauerleihgabe der Oberfrankenstiftung 226 rare Druckwerke zu E. T. A. Hoffmann sowie 1108 autographe Briefe Jean Pauls. Die weltweit größte Sammlung von Autographen des oberfränkischen Dichters ist seit 2011 digitalisiert und transkribiert zu finden unter: http://www.bamberger-schaetze.de/jeanpaul
Besuch des bayerischen Wissenschaftsministers Dr. Wolfgang Heubisch im Juli 2013 anlässlich der Aufnahme des Lorscher Arzneibuchs in das UNESCO-Register „Memory of the World“.
Urkunde des UNESCO-Registers „Memory of the World“. Das Lorscher Arzneibuch ist als dritte Handschrift der Staatsbibliothek Bestandteil des Weltdokumentenerbes.
Seit 2013 kann im Lesesaal ein Aufsichtscanner zur buchschonenden Digitalisierung genutzt werden.
Da die Magazinkapazitäten in der Neuen Residenz völlig ausgeschöpft sind, wird im September 2014 ein Teil der Bestände in ein neues Außenmagazin verlagert.
Während des Umzugs kann die Staatsbibliothek die Ausleihe nur eingeschränkt öffnen, da die Eingangshalle als Lagerplatz benötigt wird.
Der Umzug dauert gut drei Wochen, in denen ca. drei Kilometer Bücher und Zeitschriften transportiert werden. Damit finden rund 100.000 Bände ihre neue Heimat in einem Außenmagazin.
Der Platz im neuen Außenmagazin wird voraussichtlich für 20 Jahre reichen.
Und was bringt die Zukunft? Sicherlich auch eine Erweiterung der Onlinepräsenz ...