Overall View in EnglishPrécis en français

Einbände

Erster Text mit zwei Zeilen
Elfenbeindiptychon mit den beiden Aposteln Petrus und Paulus (Konstantinopel, 2. Hälfte 10. Jh.). Der Buchrücken (um 1500) ist aus Seidenstoff (Msc.Lit.7).
Einband aus roter Seide. Konstantinopel, Ende 10 Jh. (Msc.Bibl.95).
Byzantinische Elfenbeintafel (2. Hälfte 10. Jh.) in Silberrahmen, nach 1007/1021 in Bamberg (?) gefertigt (Msc.Lit.1).
Beraubter Einband (Anf. 11. Jh.). Die vier Vertiefungen (für Elfenbeintafeln?) sowie Reste von vergoldetem Kupferblech und byzantinischer Seide zeugen noch von der früheren Pracht (Msc.Bibl.38).
Einband mit aufgenagelten Silberplatten (Anf. 11. Jh.). Die Holzdeckel waren ursprünglich mit Seidenbrokat überzogen, Vorder- und Rückdeckel zeigen jeweils eine thronende Apostelgestalt (Msc.Lit.131).
Romanischer Blindstempel-Einband (Ende 12. Jh.). Die Einzelstempel sind so exakt plaziert, dass sie fast den Eindruck von Rollen-Abdrücken erwecken (Msc.Bibl.30).
Hornplatten-Einband des sog. Bamberger Psalters (um 1220). Vorder- und Hinterdeckel sind mit Miniaturen geziert, darüber transparente Hornplatten mit Silbermontierung (Msc.Bibl.48).
Ältester bekannter Holzschnittumschlag. Angedeutet ist der Buchrücken mit drei Bünden und zwei Fitzbünden. Er diente als Umschlag für einen Augsburger Druck von 1482 (Inc.typ.Ic.II.2).
Einbandrückseite mit Messingguss-Beschlägen des 14. Jh. Der Schweinslederband ist außerdem mit Blindprägung verziert, die Buckel der Eckbeschläge sind stark abgerieben (RB.Msc.169).
Lederschnitt-Einband, gefertigt in Bamberg (15. Jh.). Kalbsleder über Buchenholzdeckeln. Im Mittelfeld das Wappen der Nürnberger Familie Unbehaun, darüber Rankenornament (Msc.Can.87).
Lederschnittband von Meir Jaffe (15. Jh.). Oben Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis, unten ein von drei Hunden gejagter Hirsch als Sinnbild der Passion Christi (Msc.Bibl.148).
Koperteinband des 17. Jh. Solche Einbände waren eine Alternative zu den schweren Holzdeckeleinbänden. Der Überschlag schützte den Schnitt vor Verschmutzung (JH.Msc.Hist.98).
Die Handschriften der Bamberger Dombibliothek wurden 1611-1614 einheitlich neu gebunden. Diese Schweinslederbände tragen vorne das Wappen des Bamberger Domkapitels in Goldprägung.
Schweinslederband mit farbig gefasstem Supralibros des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1545/1573-1617) (M.q.113).
Kalbslederband mit Vergoldung und Lackbemalung. Platte mit Porträts von Kurfürst Johann Georg von Brandenburg und Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (Bibl.q.76).
Kalbslederband mit Vergoldung und Lackbemalung. Platte mit Halbfigur des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586), im Rahmen die Wappen von Thüringen, Sachsen, Meißen und Landsberg (L.gr.o.307-a).
Schnittverzierung des 17. Jh. Sorgfältig gearbeitete Farb- und Goldschnitte veredeln ein Buch und verhindern zugleich das Eindringen von Feuchtigkeit, Licht und Staub (L.gr.o.307-a).
Einband mit Samtbezug und aufwendigen Silberschmiedearbeiten, Anf. 17. Jh. An den unteren Stehkanten ist eine etwa 60 cm lange Tragekette befestigt (RB.Th.lit.d.33-m).
Silberfiligran-Einband, 17. Jh. Deckel, Rücken und zwei Schließen sind mit floralen Ornamenten ausgefüllt, mittig auf ovaler Kartusche ein Engel mit geschultertem Kreuz (Sel.365).
Fränkisches Miniaturbuch, verziert mit zwei aufwendigen barocken Silberschließen, einem silbernen Medaillonschild sowie mit ziseliertem und bemaltem Goldschnitt (Sel.366).
Renaissance-Einband aus braunem Kalbsleder mit Golddruck. Das gesamte Mittelfeld ist überzogen von ineinander verschlungenen, stilisierten Pflanzenranken (L.r.r.o.25).
Barockeinbände aus Kalbsleder mit zahlreichen naturalistischen Motiven und dem kurbayerischen Wappen auf dem Vorderdeckel in aufwendiger Goldprägung (47 A 2).
Rokokoeinbände mit Autoren- und Titelangabe und Verzierungen in Goldprägung (56 B 11).
Auswahl diverser Prachteinbände des 18. Jh.
Auswahl diverser Prachteinbände des 18. Jh. Im Vordergrund roter Maroquineinband mit Goldprägung (L.gr.o.76).
Einband für die französische Königin Marie Antoinette (1755-1793). Auf dem Buchrücken in Golddruck der Stempel des Hofbuchbinders François Gaudreau (Bip.H.as.q.2).
Klassizistischer Einband aus rotem Maroquin mit Goldprägung vor zeitgenössischem Buntpapier (Bip.Gymn.q.2).
Samteinband mit Rokoko-Silberbeschlag. Der Silberbeschlag (um 1760) wurde erst nach 1970 aufgebracht (41 C 2; Beschlag: Depositum des HV Bamberg).
Einbandillustration zu E.T.A. Hoffmann: Klein Zaches genannt Zinnober, Berlin 1818. Aquatinta-Radierungen von Carl Friedrich Thiele, 1819 (Sel.459).
Einbandillustration zu E.T.A. Hoffmann: Meister Floh, Berlin 1822. Aquatinta-Radierungen von Carl Friedrich Thiele, 1822 (Sel.240).
Art-Déco-Einband von J. J. Bouvier. Grünes Maroquin mit Rücken- und Deckelintarsien. Vorderdeckel mit eingelassener vergoldeter Kupferplatte zur Radierung "Zulema-Julia" von A. Lambert im Buch (Sel. 554).