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Joseph Heller und die Kunst des Sammelns

Samstag, 25. September 2021, 19:00 Uhr

Mit ihrem Online-Vortrag stimmt uns Kuratorin Dr. Franziska Ehrl auf die kommende Ausstellung ein.

Traumgesicht nach Albrecht Dürer. Aquarell mit Handschrift in schwarzer Tinte, 1821 | SBB, I A 13b

Traumgesicht nach Albrecht Dürer. Aquarell mit Handschrift in schwarzer Tinte, 1821 | SBB, I A 13b

Joseph Heller zwischen Original und Kopie. Porträt von Lazarus Sichling nach einer Bleistiftzeichnung von Christian Lehmann, 1848 | SBB, HVG 41/147 zwischen I Bb 2 und I Bb 2c

Joseph Heller zwischen Original und Kopie. Porträt von Lazarus Sichling nach einer Bleistiftzeichnung von Christian Lehmann, 1848 | SBB, HVG 41/147 zwischen I Bb 2 und I Bb 2c

Es ist keine Anmeldung nötig. Zur Teilnahme benötigen Sie nur einen Internetzugang vom heimischen PC, Tablet oder Smartphone. Sie können den Vortrag über das kostenfreie Videokonferenzsystem Zoom verfolgen, entweder mit der entsprechenden App oder Ihrem Browser. Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit den Datenschutzrichtlinien einverstanden.

Online unter bsb.bayern/sbbvortrag
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Per Telefon unter 0960 499-6049
Meeting-Kenncode: 705514
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Joseph Heller, der 1798 geborene Spross einer Bamberger Kaufmannsfamilie, lebte als Privatier in seiner Heimatstadt Bamberg und investierte sein gesamtes Vermögen in seine stetig wachsende Leidenschaft für Bücher und Kunst. Als er 1849 im Alter von nur 50 Jahren starb, hinterließ er eine einzigartige Sammlung beachtlichen Ausmaßes. Neben Glasmalereien, Münzen, Medaillen, Ölgemälden und Druckformen belegen etwa 50 000 Blätter eindrucksvoll die Graphik als Hellers Sammlungsschwerpunkt. Heller hatte die damals noch Königliche Bibliothek (heute Staatsbibliothek Bamberg) frühzeitig als Erbin eingesetzt. Sein bedeutender Nachlass gelangte geschlossen dorthin und sollte öffentlich zugänglich erhalten werden.

Vom 27. September bis 18. Dezember 2021 zeigt die Staatsbibliothek Bamberg die Ausstellung Joseph Heller und die Kunst des Sammelns. Ausstellungskuratorin Franziska Ehrl stellt in ihrem Eröffnungsvortrag den Sammler, die Genese seiner Sammlung sowie das DFG-Projekt Die Graphiksammlung Joseph Hellers in der Staatsbibliothek Bamberg – Visualisierung und Vernetzung einer Sammlungsstruktur näher vor und erläutert Absicht und Aufgabe des Heller-Nachlasses.

Franziska Ehrl studierte Kunstgeschichte, Restaurierungswissenschaften in der Baudenkmalpflege und Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. 2016 wurde sie von Prof. Dr. Gregor J.M. Weber (Rijksmuseum Amsterdam / Otto-Friedrich-Universität Bamberg) promoviert. Zu ihren Tätigkeiten in unterschiedlichen Kunst- und Kultureinrichtungen gehörte die Mitarbeit in dem DFG-geförderten Projekt zur Heller-Sammlung. Der digitalen Kunstgeschichte und sogar einem Sammlungsschwerpunkt Hellers blieb sie auch im Anschluss treu. Derzeit ist sie akademische Mitarbeiterin im Projekt duerer.online – Virtuelles Forschungsnetzwerk Albrecht Dürer an der Universitätsbibliothek Heidelberg.

 

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