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Illuminierte Psalter des Mittelalters – Begleitvortrag zur Ausstellung

Donnerstag, 6. Juni 2019, 19:00 Uhr

Am Beispiel des Bamberger Psalters und anderer mittelalterlicher Abschriften der Psalmen bietet Frau Dr. Michaela Schuller-Juckes (Wien) einen Überblick über Struktur und Funktion sowie die Vielfalt der künstlerischen Ausstattungsformen von Psalter-Handschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts.

Detail der Beatus-Vir-Initialzierseite aus dem Bamberger Psalter. Regensburg (?), 1220/30 | SBB, Msc.Bibl.48, Bl. 10r

Detail der Beatus-Vir-Initialzierseite aus dem Bamberger Psalter. Regensburg (?), 1220/30 | SBB, Msc.Bibl.48, Bl. 10r

Die Referentin geht in ihrem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Illuminierte Psalter des Mittelalters: Struktur, Funktion und künstlerische Ausstattung“ außerdem der Frage nach, wer die Auftraggeber und Benutzer dieser Bücher waren. Die meisten Handschriften, auf die sie Bezug nimmt, sind in der aktuellen Ausstellung „In strahlendem Glanz“ zu sehen.

Frau Dr. Schuller-Juckes studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Wien und Rom. 2009 wurde sie mit einer Arbeit über den Salzburger Buchmaler und Einbandkünstler Ulrich Schreier promoviert, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts tätig war. Parallel zum Studium war sie an der wissenschaftlichen Erschließung der illuminierten Inkunabeln und spätgotischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek sowie der Oberösterreichischen Landesbibliothek in Linz beteiligt. Seit 2010 arbeitet sie an der Erforschung von illuminierten Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts, wobei ihr Schwerpunkt auf den aus Frankreich und Italien importierten Codices der Universitätsbibliothek von Graz liegt.

Vor und nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung zu besuchen und den Bamberger Psalter im Original sowie das jüngst erschienene Faksimile anzusehen.

Ohne Anmeldung, kostenfrei, Einlass ab 18:30 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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