Article

Die Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und der Junius-Brief

Zum Online-Vortrag

Anhand eines einzigartigen Dokuments aus der dunkelsten Epoche der Bamberger Geschichte beleuchtet Domkapitular Dr. Norbert Jung die Zeit der Hexenverfolgungen, die im Hochstift Bamberg besonders intensiv wüteten.

Brief des wegen Hexerei verhafteten und gefolterten Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Gefängnis an seine Tochter Veronica. Bamberg, 24. Juli 1628 | SBB, RB.Msc.148/300, Bl. 1r

Brief des wegen Hexerei verhafteten und gefolterten Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius aus dem Gefängnis an seine Tochter Veronica. Bamberg, 24. Juli 1628 | SBB, RB.Msc.148/300, Bl. 1r

Zeugnis davon geben die nur durch einen Zufall erhalten gebliebenen Prozessakten aus der Staatsbibliothek Bamberg, zu denen auch der sogenannte Junius-Brief gehört, jener Abschiedsbrief, den der Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius 1628 im Hexengefängnis kurz vor seiner Hinrichtung an seine Tochter verfasste. Anhand einer Exegese dieser Quelle soll der Versuch unternommen werden, die lokalhistorischen und theologiegeschichtlichen Hintergründe des Textes zu erhellen.

Dr. Norbert Jung hat Katholische Theologie in Bamberg und Mexiko Stadt studiert und wurde mit einer Arbeit über den Speyerer Weihbischof Andreas Seelmann promoviert. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur regionalen Kirchengeschichte vorgelegt, darunter im Jahr 2013 einen Aufsatz im von der Stadt Bamberg herausgegebenen Sammelband Hexenprozesse und Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg. Eine vorläufige Bilanz.

Dieser Vortrag ist der sechste innerhalb der dreizehnteiligen kostenfreien Online-Vortragsreihe Bamberger Buch-Geschichten. Von Oktober 2021 bis Februar 2022 erzählen Referentinnen und Referenten immer dienstags, in der Regel um 19:00 Uhr, Geschichten über Bücher und andere in Bibliotheken verborgene Schätze.

Top