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Die Dürer-Forscher Heinrich Sebastian Hüsgen und Joseph Heller

Dienstag, 30. November 2021, 19:00 Uhr

Zum Online-Vortrag

Mit zwei Pionieren der Dürer-Forschung, Heinrich Sebastian Hüsgen und Joseph Heller, befasst sich Dr. Gerhard Kölsch und stellt dabei neue Entdeckungen aus Frankfurt und Bamberg vor.

Titelblatt einer Abschrift aus der Sammlung Heller. Heinrich Sebastian Hüsgen: Menschen-Spiegel oder Albrecht Dürers Redendes Verzeichniss aller Kupfer-und Eisenstiche, die er mit eigener Hand und Andere nach ihm gefertiget haben. Bamberg, um 1821/27 | JH.Msc.Art.80a, Bl. 1r

Titelblatt einer Abschrift aus der Sammlung Heller. Heinrich Sebastian Hüsgen: Menschen-Spiegel oder Albrecht Dürers Redendes Verzeichniss aller Kupfer-und Eisenstiche. Bamberg, um 1821/27 | JH.Msc.Art.80a, Bl. 1r

Der Vortrag flankiert die bis 18. Dezember 2021 gezeigte Ausstellung Joseph Heller und die Kunst des Sammelns. Im Vorwort seines 1827 erschienenen Dürer-Werkverzeichnisses hebt der Bamberger Joseph Heller hervor, wie nützlich ihm hierzu die Forschungen von Henrich Sebastian Hüsgen (1745–1807) aus Frankfurt waren – und würdigt somit einen anderen, heute weitgehend vergessenen Pionier der Kunstgeschichte. Der Vortrag stellt Hüsgen als Autor des ersten wissenschaftlichen Dürer-Kataloges vor, wobei neu aufgefundene und nun erstmals publizierte Manuskripte Einblicke in seine Arbeitsweise erlauben. Ebenso aufschlussreich sind Handschriften aus der Bamberger Staatsbibliothek, wie Hellers Abschrift des Hüsgen-Manuskriptes oder der Briefwechsel zwischen Heller und dem Privatgelehrten Johann Friedrich Heinrich Schlosser, dem späteren Besitzer von Hüsgens bedeutender Dürer-Sammlung.

Dr. Gerhard Kölsch studiert Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Volkskunde in Mainz und Wien. Von 1999 bis 2011 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Haus und bearbeitete u. a. den Bestandskatalog der Gemälde. Seitdem ist er als freiberuflicher Ausstellungskurator tätig. Er forscht zur regionalen Malerei und Graphik des 17./18. Jahrhunderts, zur Geschichte Frankfurter Kunstsammlungen sowie zur Erinnerungs- und Residenzkultur.

Dieser Vortrag ist der siebte innerhalb der dreizehnteiligen kostenfreien Online-Vortragsreihe Bamberger Buch-Geschichten. Von Oktober 2021 bis Februar 2022 erzählen Referentinnen und Referenten immer dienstags, in der Regel um 19:00 Uhr, Geschichten über Bücher und andere in Bibliotheken verborgene Schätze.

Zur Teilnahme benötigen Sie nur einen Internetzugang vom heimischen PC, Tablet oder Smartphone. Sie können den Vortrag über das kostenfreie Videokonferenzsystem Zoom verfolgen, entweder mit der entsprechenden App oder Ihrem Browser. Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit den Datenschutzrichtlinien einverstanden. Sämtliche Vorträge werden aufgezeichnet und anschließend auf dem YouTube-Kanal der Bayerischen Staatsbibliothek online gestellt.

Online unter bsb.bayern/sbbvortrag
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Per Telefon unter 0960 499-6049
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